Der Zen-Buddhismus ist eine aus dem Mahayana-Budhismus entstandene Strömung des Buddhismus. Entstanden ist diese stark vom Daoismus beeinflusste Lehre etwa im 5. Jahrhundert in China.
Die chinesische Bezeichnung Chan (chin. 禅 Chán) leitet sich aus dem Sanskritwort Dhyana ab, was so viel wie "Zustand meditativer Versenkung" bedeutet. Die Meditation ist auch eine wichtige Grundlage des Chan-Buddhismus, daraus leitet sich auch die gelegentliche Bezeichnung Meditations-Buddhismus ab.
Im 12. Jahrhundert erreichte der Chan-Buddhismus Japan und etablierte sich dort in weiterentwickelter Form als Zen-Buddhismus. Von dort aus gelangten die Lehren auch nach Europa und in die USA.
Das Zen bietet "nichts". Keine Lehre, kein Geheimnis, kein Wissen, keine Antworten, keine Rituale. Zen bedeutet lediglich zu leben, zu schlafen wenn man müde ist und zu essen wenn man hungrig ist. Zen ist nicht das Hinzufügen von Dingen (Ritualen, Wissen) sondern das Weglassen alles Unnötigen.
Zen ist die Erfahrung des Handelns im gegenwärtigen Augenblick, des Lebens im hier und jetzt. Ein Teil des Zen ist die Konzentration auf den Alltag, auf den Moment, das Ausschalten der Gedanken beim Handeln. Der andere Teil ist die meditative Versenkung. Beide dienen dazu, die Gedankenflut einzudämmen und somit zum Wesentlichen durchzudringen.
Gelehrt werden kann Zen nicht, denn bei einer Methode die keine Lehrinhalte hat, gestaltet sich das Lehren schwierig. Dennoch können die Voraussetzungen für das Verständnis geschaffen und die Interessierten auf den richtigen Weg gebracht werden.
Das Ziel des Zen ist, seine Gedanken vollkommen zur Ruhe kommen zu lassen und so Stille, Leere und die universelle Einheit erleben zu können.
